Häufig gestellte Fragen

Wie können diese stark verdünnten homöopathischen Mittel wirken, wenn chemisch nachweislich in dem Wasser nichts mehr drin ist? Es ist doch eigentlich nur mehr Wasser.

Erstens ist die chemische Zusammensetzung nicht immer das entscheidende Kriterium.
„It is the structure, not the composition that counts“, Rustum Rov, Ph.D, Penn.State während der AIH Conference 2011 (American Institute of Homeopathy).
Wie entscheidend die Struktur sein kann, zeigt der Diamant, das härteste Mineral, und Graphit, eines der weichsten, die sich chemisch nicht voneinander unterscheiden- ebenso wie das Buckminster-Fulleren. Interessant ist auch Aethereum und Butyricum acidum, die aus genau den gleichen Elementen bestehen, aber völlig unterschiedliche chemische Reaktionen eingehen und deshalb unterschiedliche homöopathische Symptome aufweisen bei der Prüfung.

Auf welche Weise die Globuli wirken, ist mit heutigen Messgeräten noch nicht ganz genau beweisbar. Es liegt nahe, dass die Information des Ausgangsstoffes als Energie (elektromagnetische Wellen, Schwingungen) übertragen wird. Es geht um Informationsübertragung und Informationsverarbeitung. Luc Montagnier, Nobelpreisträger, der nun in China arbeitet, formuliert es so:“Hohe Verdünnungen von etwas sind nicht nichts“ (I. Langensiepen, Homöopathie für Skeptiker, S 56).

„It is not the matter that matters but the information“ (J. Scholten – „Ekdioky“).

Dass homöopathische Mittel wirken, beweisen die unzähligen, gut dokumentierten Fälle, die Homöopath(Inn)en in den letzten 200 Jahren weltweit geheilt haben.


Ist Homöopathie nur zur Behandlung leichter Krankheitssymptome geeignet?

Nein. Dass selbst schwerste Erkrankungen mit Erfolg homöopathisch behandelt werden können, beweisen in beeindruckenden Fällen vor allem indischen Homöopathen tagtäglich. ( Vgl. auch Dr. Frass und Dr. Bündner „Homöopathie in der Intensiv- und Notfallmedzin“).


Kann ich auch mehrere verschiedene Globuli nehmen?

Ja, wenn sie zusammenpassen, sich ergänzen oder verstärken, wenn dies erforderlich ist. Oft ist ein einziges homöopathisches Mittel klar angezeigt, manchmal ist eine Kombination aus zwei oder drei homöopathischen Medikamenten zwingend notwendig (Z.B. Hirntumorbehandlung – Banerji Protokolle). Nach der Peppler-Methode erfolgt eine Behandlung mit mehreren, aufeinander folgenden – vorher durch Kontaktaufnahme (Handtest) mit dem Mittel getesteten – homöopathischen Mitteln. Die Komplexität der Krankheit und ihre chronische Manifestierung sind entscheidend für die Mittel der Wahl.


Kann ich Globuli zusammen mit meinen anderen Medikamenten nehmen?

Ja, denn Globuli wirken auf einer ganz anderen Ebene als die Tabletten, die Ihr Arzt Ihnen verschreibt. Es gibt kaum negative Wechselwirkungen, aber es kann in manchen Fällen vorkommen, dass bei gleichzeitiger Einnahme von allopathischen Medikamenten (oft mit schweren Nebenwirkungen) eine Heilung durch Homöopathie nur abgeschwächt, zögerlich und begrenzt vorangeht.

In jeden Fall ist es geboten, dass Sie Ihren Arzt/Heilpraktiker über jede Einnahme informieren und nicht eigenmächtig die für Sie wichtigen Medikamente absetzen oder ihre Wirkung durch homöopathische Medikamente verstärken.

 


Wie zeigt sich diese Wirkung?

Durch den Impuls der homöopathischen Mittel können alte Traumata und ungelöste Themen  noch einmal neu aus einer gewissen Distanz „betrachtet“ oder erlebt werden. Plötzlich erinnern Sie sich auch an Szenen, die Sie glaubten, längst abgehakt zu haben. Aber doch ist die Angst, Trauer oder der Ekel noch spürbar. Erst die Bewusstwerdung und das neue Verständnis lösen dieses emotionale Thema auf, und der „Energieräuber“ wird entlassen. Nun steht neue Kraft bereit, um bewusst die Regie für Ihr weiteres Leben zu übernehmen. Der Körper reagiert als letzter auf ungelöste Konflikte und braucht auch länger bei der Heilung als Psyche und Gedankenkraft.

Die Kügelchen oder die Tropfen werden nie isoliert verabreicht, sondern sind immer Teil eines therapeutischen Gesamtkonzepts.


Sind Globuli gefährlich oder haben sie Nebenwirkungen?

Nein. Der Organismus erhält  durch die substanzfrei gemacht Information des homöopathischen Mittels einen Impuls und regelt ein Zuviel oder ein Zuwenig. Dem Körper werden keine giftigen Stoffe zugeführt.

Der erfahrene Homöopath wählt aufgrund seines komplexen Wissens und auch mit Hilfe einer computergestützten Repertorisation (Auswertung aller Symptome/Mittelfindung) die individuell benötigten homöopathischen Arzneien aus. Es kann sein, dass Sie plötzlich lachen oder weinen müssen, sich an Situationen erinnern, die Sie längst vergessen hatten, oder dass Sie intensiv träumen. Kurzzeitig kann es zu Kopfschmerzen (wie es von früher her kennen) und vermehrtem Harndrang kommen. Das alles hilft, an die Quelle des Problems zu kommen und die Sie belastenden, eventuell krank machenden Themen zu klären.

So kann es natürlich sein, dass ein zuvor schüchternes, folgsames Mädchen nach der homöopathischen Behandlung sehr selbstsicher und mutig wird. Dies kann für die Eltern eine Überraschung sein.

Sehr amüsant berichtet Catherine R. Coulter von einem ihrer Patienten in „Portraits homöopathischer Arzneimittel I“ S 167: „Die Nebenwirkungen ihrer Mittel finde ich recht unangenehm. Ihre Medizin hat meinen Charakter verändert…. Wenn ich müde bin, bewirkt sie, dass ich mich ausruhe – während ich früher fähig war, ohne Schlaf auszukommen. ..ich konnte 10 Tassen Kaffe pro Tag trinken; jetzt reicht mir eine. Früher habe ich mich zuhause durchgesetzt….“

Eigenmächtiges, wiederholtes Einnehmen bestimmter homöopathischer Arzneien in Niedrigpotenz ohne Kenntnisse der Homöopathie ist allerdings nicht ratsam. Dies gilt auch für Hochpotenzen.

 


Haben Globuli einen Placebo-Effekt?

Wie alle Medikamente haben wohl auch Globuli einen gewissen Placebo-Effekt. Tatsache ist aber, dass Globuli bei Pflanzen, Tieren und kleinen Kindern äußerst gut wirken, was wiederum dagegen spricht.

vgl. „Altered placebo and drug labeling changes the outcome of episodic migraine attacks“, Slavenka Kam-Hansen et al.;Science Translational Medicine;doi:10.1126/scitranslmed.3006175;2014

Diese Untersuchung zeigt, wie sehr die pharmakologische Wirkung eines Medikaments durch den vom Arzt angekündigten Wirkeffekt beeinflusst werden kann. Ebenso verstärkte der passende Werbespot während der Medikamenteneinnahme die Wirkung des Mittels, wie eine kürzlich veröffentlichte Studie der University of Chicago darlegte. 2013 haben britische und US-Forscher herausgefunden, dass 50 Prozent der Wirkung bei Schlafmitteln auf deren Placebo-Effekt zurückgeht.

Allerdings gibt es zahlreiche ehemals skeptische Ärzte, die die Nichtwirksamkeit oder im besten Falle den Placebo-Effekt homöopathischer Mittel nachweisen wollten und aufgrund eigener positiver Erfahrung zu überzeugten Homöopathen wurden.


Geben Sie jedem Klienten bei Heuschnupfen die gleichen Globuli?

Nein, denn bei zwei verschiedenen Menschen ist die Ursache der Krankheit und sein persönlicher Gesamtzustand meist ein anderer. Selbst wenn die gleiche klinisch diagnostizierte Störung vorliegt, wird jeder individuell behandelt und bekommt nach Möglichkeit sein individuelles Mittel unter Berücksichtigung aller weiteren Gemütssymptome und Lebensthemen. Es gibt relativ wenige homöopathische Mittel, die nur bei einem einzigen typischen Symptom angezeigt sind. Ebenso ist eine homöopathische Verordnung aufgrund einer Diagnose nur in einigen wenigen Situationen möglich.


Können Kopfschmerzen auch homöopathisch behandelt werden?

Ja. Es stehen uns rund 500 Mittel zur Verfügung, die den Anspruch haben, die Krankheit an der Ursache zur Ausheilung zu bringen, wohingegen die herkömmlichen Schmerzmittel lediglich die Kopfschmerzen unterdrücken.


Ist eine homöopathische Behandlung teuer?

Nein, es ist eine der kostengünstigsten Therapieformen. Da die Erstanamnese einen hohen Zeitaufwand benötigt, werden die Anfangskosten etwas höher sein, die Folgekosten jedoch gering. Honoriert wird das Wissen des Therapeuten, denn die Globuli sind nicht durch hohe Forschungskosten und Marketing, Werbung, Lobbyarbeit belastet.

 

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